Autogenes Training für Musiker. Selbsthypnose bei Lampenfieber

Das Autogene Training lässt sich wunderbar gegen Lampenfieber einsetzen. Es baut ein „überwachtes Bewusstsein“ auf - mit Gelassenheit, Selbstbeherrschung, Vertrauen und Feinempfindsamkeit. Das Autogene Training hilft die innerste Motivation zu stärken, überwindet Ängste mit ihren Spannungen und hilft, Körperbewegungen harmonischer zu koordinieren.

Hier sind die Formeln, die bei regelmässigen (mehrmals am Tag) Wiederholungen recht zuverlässig gegen Lampenfieber eingesetzt werden:

„Ich bin auf der Bühne ganz fröhlich und frei.“

„Auf der Bühne jederzeit bleibt Balance und Sicherheit.“

„Der Auftritt macht Freude.“

Zusätzlich können sich genauere Zielvorstellungen empfehlen:

„Publikum, Musik und ich sind eins.“

„Ich spiele ganz richtig, die Kunst nur ist wichtig.“

Einige Sängerinnen und Sänger, darunter auch weltberühmte, sehen im Autogenen Training sogar ein entscheidendes Fundament für ihre Karriere.

„Die Stimme klingt ganz rein und frei, der Atem fliesst von selbst dabei.“

„Sobald ich seh‘ aufs Mikrofon, weiss ich die nächste Zeile schon.“

Entsprechende Formeln für Instrumentalmusiker gegen Lampenfieber lauten:

„Ich spiele die Geige (Klavier) ganz ruhig und frei.
Ich spiele das Stück wie immer daheim.“

Wenn Lampenfieber mit Minderwertigkeitsgefühlen verbunden ist, hilft diese Formel:

„Ich singe (spiele, spreche) auf der Bühne ganz ruhig, sicher, frei.
Was andere davon denken, das bleibt mir einerlei.“

„Die Ängste sind verschwunden, die Ruhe ist gefunden.“

„Beim Singen (spielen, sprechen) schwinden die Sorgen, ich bleibe in Freude geborgen.“

Die Formeln werden rhythmisch ausgesprochen und ca. 40 Mal wiederholt.

(Selbsthypnose nach I.H. Schulz)

Üben? Ja, aber richtig! Tipps für Schüler



Richte dir einen festen Platz zum Üben ein, der hell und freundlich ist.

Sorge dafür, dass dich während des Musizierens niemand stört.

Finde den Zeitpunkt deines täglichen Leistungshochs heraus und übe möglichst immer zur selben Zeit.

Beginne mit fünf Minuten „Aufwärmzeit“, während der du etwas Leichtes wiederholst.

Übe immer nur kleine Einheiten. Alle 15 Minuten solltest du eine kurze Pause einlegen.

Vergiss nicht, dich selbst zu belohnen, wenn du ein gutes Resultat erreicht hast: Ein „Schöggeli“ versüsst den geleisteten Aufwand.